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Was ist Stress?

Folgendes Beispiel verdeutlicht dies sehr anschaulich. Früher gingen die Menschen zur Jagd, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn sie bei der Jagd auf ein Raubtier, zum Beispiel einen Bären trafen, machte der Körper sich bereit zur Flucht oder zum Angriff und damit zum Kampf.

Die Nebennieren schütten das Hormon Adrenalin aus. In der Folge kommt es zu einem erhöhten Muskeltonus, einer Verlagerung der Gehirnfunktionen vom leistungsfähigeren Großhirn auf die relativ rudimentären Funktionen des Stammhirns. Man ist in der Lage, schneller Entscheidungen zu treffen. Doch sind diese Entscheidungen nicht immer die richtigen, da sie praktisch aus den Urfunktionen des menschlichen Gehirns generiert werden. Deshalb sinkt unter hoher Stress-Belastung die psychische Leistungsfähigkeit und auch das Urteilsvermögen wird getrübt. Bei der Ausschüttung gibt es noch viele unterschiedliche Abstufungen. Je nachdem ob in den Hirnregionen zusätzlich das die Wirkung abmildernde Serotonin oder das die Wirkung nochmal steigernde Noradrenalin zum Einsatz kommt.

Jeder hat das schon Mal erlebt, dass man sich heftig erschreckt. Wenn der Monteur den neuen Gastank anschließt und im Nebenraum fällt ein großer Gegenstand um, so ist man schon fast aus dem Raum, ohne richtig zu wissen warum. Der ganze Körper ist unter Spannung, die Haare stehen zu Berge. Dies sind jedoch nur die auffälligsten Folgen der Adrenalin-Ausschüttung unter Stress. Tatsächlich laufen in unserem Körper verschiedenste Prozesse ab. Es kommt zu einer höheren Herzfrequenz (Das Herz schlägt bis zum Hals) und damit verbunden zu einer deutlich verbesserten Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff. Das Schmerz-Empfinden wird herabgesetzt, Hör- und Sehvermögen nehmen stark zu (Vor Schreck geweitete Augen).

In alten Zeiten bei einem Treffen mit dem Raubtier, wurden die Adrenalin-Ausschüttung des Körpers sofort in die richtige Bahn gelenkt. Der Jäger ergriff die Flucht oder nahm den Kampf mit dem Tier auf und baute auf diese Weise seinen Stress ab.

In der heutigen modernen Zeit hat die Computer-Arbeit die Jagd als Mittel zum Verdienen des Lebensunterhaltes abgelöst. Doch wir haben heute nicht weniger Stress als der Jäger damals. Oft ist das krasse Gegenteil der Fall, der Stress ist heute um einiges höher als damals. Zum einen ist es natürlich begrüßenswert, dass wir unser Essen nicht unter Gefahr für Leib und Leben besorgen müssen. Andererseits hat die Computerarbeit auch entscheidende Nachteile. Wir haben Stress und können nicht einfach aufstehen und fortlaufen oder uns den Chef zur Brust nehmen, der uns den Stress eingebrockt hat. Es könnte sein, das Sie dann nach einigen Monaten doch wieder jagen müssen, da Ihnen niemand  mehr eine Arbeit gibt. Statt den Stress abzubauen, sitzen wir weiter still auf unserem Stuhl und dürfen nicht einmal ansatzweise versuchen, unseren Stress auf herkömmliche Weise loszuwerden.

Die Folgen sind stressbedingte Erkrankungen wie Depressionen, Herzerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems, aber auch andere Kompensationsmethoden wie Alkoholismus und Drogenkonsum in allen Abstufungen oder eine Kombination aus den genannten und auch noch anderen Faktoren können Folgen von unverarbeiteten Stress sein. Wenn man es mal genau betrachtet, keine Kleinigkeiten also. Täglich sterben Menschen an den Folgen von unverarbeiteten Stress!!!

Warum also nicht zu bewährten Mitteln greifen und den Stress wie in alten Zeiten bekämpfen? Viele Leute haben die Zusammenhänge erkannt und haben sich für eine oder mehrere Sportarten entschieden, um nach Feierabend die überschüssigen Stress-Hormone abzubauen. In diesem Zusammenhang wollen wir Ihnen heute das Fit-Boxen näher bringen.