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Welcher Sandsack?

Vom Sportartikel-Fachhandel wird eine Vielzahl an Sandsack-Modellen in allen Ausführungen und Preisklassen bereitgehalten.
Für den Anfang kann man sich für ein preisgünstiges Modell entscheiden. Dabei ist es unerheblich, ob dieser Sack aus Leder, Kunstleder oder Nylon-Gewebe besteht. Sie sollten jedoch darauf achten, dass das Gewicht des Sandsacks stimmt. Nehmen Sie auf keinen Fall ein zu leichtes Sportgerät! Alles unter 40 Kilo sollte Ihnen nicht ins Haus kommen. Mehr ist besser.
Ist das Gewicht zu niedrig, kommt der Sack zu sehr ins Schwingen. Was Ihnen am Anfang sehr leicht die Freude am Training verhageln kann.
Wenn Sie sich wirklich gleich ein gutes Modell ins Haus holen wollen, wählen Sie einen Sandsack aus Leder, der etwa mannshoch ist.
Damit können Sie später auch sehr gut Schlagkombinationen üben und man kann auch mal treten, wenn man dies möchte.
Bei entsprechender Pflege, wird dieser Sandsack ein Leben lang halten.

Es gibt auch verschiedene Sandsäcke, die man unbefüllt kaufen kann.
Wenn Sie sich für ein solches Modell entscheiden, gibt es einiges beim Füllen zu beachten.

In einem Sandsack befindet sich nie Sand. Auch wenn der Name dies vermuten lässt.
Würde man einen Sack mit Sand befüllen, so würde sich der Sand schon nach wenigen Schlägen verdichten. Die Folge ist, das der Sandsack hart wird wie ein Stein und obendrein noch sehr schwer. Wenn man damit trainiert, ist es, als wenn man an eine Wand schlägt. Die Folgen wären im mindesten Fall Prellungen der Handgelenke. Keine spaßige Sache...:-)

Einen Sandsack befüllt man am besten mit Häckseln aus Lumpen. Diese können Sie in Recycling-Anlagen oder im Fachhandel bekommen.
Sie können diese Häcksel auch selbst herstellen, indem Sie alte Textilien in möglichst schmale und lange Streifen reißen oder schneiden.
Diese werden dann in den Sack gestopft.
Gehen Sie schichtweise vor und verdichten Sie das Material gut, sonst bekommen Sie später, an den Stellen auf die Sie oft schlagen, unschöne Beulen.
Vergessen Sie bitte auch nicht, den Sack nach einigen Trainingseinheiten noch einmal nachzufüllen.
Am Besten ist es jedoch, sich einen fertig gefüllten Sandsack zu kaufen. Dann haben Sie die Gewissheit, dass alles vernünftig ausgeführt wurde.

Noch eine kleine Bemerkung zum Standort und zum Aufhängen des Sandsacks.
Unterschätzen Sie auf keinen Fall die Kräfte, die an der Aufhängung eines Sandsacks entstehen können!!!
Ein großer Sandsack wiegt etwa 90 Kilo. Wenn Sie diesen mit Tritten oder Schlägen in Schwingungen versetzen und diese plötzlich abstoppen, können am Deckenhaken durchaus Kräfte von mehreren 100 Kilo auftreten.
Überlegen Sie es sich also sehr genau, wo der Sandsack hängen könnte.
Der Fachhandel bietet verschiedene Halterungen für Sandsäcke an. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall lieber für eine Nummer größer, bevor Ihnen der Sandsack eines Tages vor die Füße fällt.